Hessische Feuerwehrleistungsübung

... Bei der Ankunft waren bereits einige der weiteren 14 Teilnehmermannschaften dabei, den Schiedsrichtern ihre Leistungen zu zeigen. Bevor es für die Zierenberger losging, wurde die Leistung der anderen Wehren beobachtet und es kamen auch noch einige Ideen auf, wie man eigene Schritte bei der später stattfindenden Löschübung verbessern könnte. Vor der Löschübung gab es noch eine schriftliche Prüfung. Sechs der neun Kameraden mussten Fragen aus den Bereichen Löscheinsatz, Technische Hilfeleistung, Geräte und Ausrüstung der Feuerwehr sowie Verhalten bei Gefahr und dem Vermeiden von Gefahr beantworten. Mindestens 75 % der Fragen mussten richtig beantwortet werden. Im direkten Anschluss an den Fragebogen fand für die gesamte Gruppe die Löschübung statt.

Dargestellt wurden ein Brand in einem Wohnzimmer mit einer vermissten Person sowie ein Brand im Außenbereich. Der Flur zum Wohnzimmer sowie die Eingangstür wurden durch eine Tür mit anschließendem Kriechtunnel nachgebaut. Die zu löschenden Brände wurden durch jeweils drei Fallklappen und die vermisste Person durch eine Übungspuppe dargestellt. Nach Erhalten des Einsatzbefehls wurde die Wasserversorgung hergestellt. Anschließend betrat der Angriffstrupp den Kriechtunnel und brachte die Übungspuppe durch den Kriechtunnel auf die bereitstehende Trage, nachdem die Fallklappen durch den Wasserstrahl umgeklappt wurden. Nachdem der Angriffstrupp das Gebäude verlassen hatte, bekam der Wassertrupp den Auftrag, den Brand im Außenbereich über die von Schlauchtrupp und Melder aufgestellte Steckleiter zu bekämpfen. Im Anschluss waren die erlösenden Kommandos: „Feuer aus!“ und „Übung beendet!“ zu hören.

Nach der Löschübung wurden vier Kameraden ausgelost, die jeweils einen Knoten binden mussten. Nachdem alle diese Aufgaben erfolgreich absolviert wurden und alle Geräte wieder auf dem Fahrzeug verlastet wurden, konnte der Übungsplatz für die nächste Mannschaft geräumt werden.

Nach dem Gruppenfoto stärkten sich die Kameraden und warteten auf die Verkündung der Ergebnisse. Die Gruppe hat den 10. Platz belegt und erfüllte 88,17% der geforderten Leistung. Dies ist umso erfreulicher, da die Mannschaft durch diese Leistung hohen Ansprüchen gerecht wurde und aus dem Stand die Leistungsstufe Gold, die höchst mögliche Leistungsstufe, erreichte. Verliehen wird den Kameraden aufgrund der erstmaligen Teilnahme allerdings nur die Leistungsstufe Eisern.

Diese sehr erfolgreiche Teilnahme an der Leistungsübung ist neben den Mitgliedern der Gruppe besonders den Unterstützern Max Strube, Dieter Hedderich, Timo Wendt, Kevin Klaus, Vanessa Liehr, Lukas Ruckdäschel, Felix Gluschkow, und Niko Lohs zu verdanken. Diese halfen aus, wenn an einem der vielen Übungstermine mal nicht alle Zeit hatten oder unterstützten bei den Funkgesprächen in der Rolle der Leitstelle. Besonders wertvoll aber waren die Tipps und Verbesserungsvorschläge mit denen sie ihren Kameraden zum Erfolg verhalfen.

Wenngleich die Zierenberger Mannschaft eine gute Platzierung erreicht hat, steht der Wettbewerbsaspekt bei solchen Übungen immer im Hintergrund- vielmehr hat sich die anstrengende Zeit gelohnt, da viele Tätigkeiten und Abläufe, die in jedem Feuerwehreinsatz gefordert sind, so noch weiter verbessert und gefestigt werden konnten. Auch die für die tägliche Feuerwehrarbeit so unerlässliche Teamarbeit wurde hiermit unter Beweis gestellt und weiter gefördert.

 

 

 

 

 

 

von links: Fabian Baumann, Sven Sonneborn, Christian Pfeiffer, Maurice Dittmar, Mario Mathe, Jannik Weber, Frank Weber, Dominik Liehr und Christian Rudolph